"Rose van Jhericho" Das Liederbuch der Anna von Köln

Ala Aurea  

Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg

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Event organiser: Wittenberg-Kultur e.V., Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Deutschland

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Zu Beginn des 13. Jahrhunderts bildete sich im Zuge des allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufbruchs eine religiöse Lebensform heraus, die eine Alternative zum Klosterleben darstellte: Auf sogenannten Beginenhöfen führten Frauen aller Stände – Jungfrauen, Ehefrauen und Witwen – allein oder in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ein gottgefälliges Leben in Armut und Keuschheit. Musik gehörte hier zum Alltag; in ihren Näh- und Spinnstuben sangen die Beginen fromme Lieder. Dokumentiert sind sie im »Liederbuch der Anna von Köln«, die um 1500 lebte und einer vermutlich niederrheinischen Beginen-Gemeinschaft angehörte. Die kleine, schmucklose und mit ungeübter Hand geschriebene Sammlung enthält 82 geistliche Lieder auf lateinische und deutsche Texte für den täglichen Gebrauch. Im Konzert mit dem Trio Ala Aurea lebt dieses Zeugnis vom Musikleben auf einem mittelalterlichen Beginenhof als Hommage an ein altes, fast vergessenes Liedgut auf.

Location

Lutherhaus
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg
Germany
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Das einstige Wohnhaus des Reformators Martin Luther beherbergt heute das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Im ehemaligen Augustinerkloster verbrachte Luther lange Jahre als Mönch und als Familienvater, heute erzählt hier eine Dauerausstellung vom Leben und Wirken des so bedeutsamen Pfarrers aus Wittenberg.

Das sogenannte „Schwarze Kloster“ wurde 1504 von Augustinermönchen erbaut, die das Grundstück zugewiesen bekamen, um hier eine Bildungsstätte und ein Schlafhaus für das Ordensstudium zu errichten. Nur kurz darauf, 1507, bezog Martin Luther als neu geweihter Priester sein Quartier, promovierte an der Wittenberger Universität und übernahm daraufhin eine Professur. Hier in der Lutherstube hatte er seinen reformatorischen Geistesblitz und schrieb die Dokumente, auf die sich heute eine ganze Kultur stützt. Das nach der Reformation verwaiste Kloster wurde dem Theologen übertragen, der es mit seiner Frau Katharina von Bora und den Kindern bis zu seinem Tod 1546 bewohnte. Nachdem es daraufhin noch lange von der Universität genutzt wurde und als ehemaliger Wohnsitz des Reformators großes Ansehen genoss, verfiel das Gebäude aber. Bis sich 1842 die Bürger über den Zustand des Lutherhauses beschwerten und auf Initiative des Bürgermeistern das heutige Museum begründet wurde.

Tausende Besucher pilgern hier ins Lutherhaus, um die außergewöhnliche Aura der fast im Originalzustand erhaltenen Lutherstube zu spüren. Doch nicht nur die ist sehenswert: Ausschließlich originale Exponate zeugen von Leben, Werk und Wirkung des Reformators. Dazu gehören nicht nur eine Mönchkutte Luthers, sondern auch die Predigtkanzel der Stadtkirche, sowie seine Bibeln und Flugschriften. Im zweiten Geschoss ist außerdem eine der umfangreichsten Sammlungen der bildlichen Lutherrezeption zu finden.